
Bericht der Taunuszeitung
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Presse

Bericht der Taunuszeitung
22.03.2010
SPD will von Schwächen der CDU profitieren
Karl Heinz Krug gibt bei den Grävenwiesbacher Genossen die Marschrichtung für die Kommunalwahl vor
SPD-Vorsitzende Rosi Gottschalk freute sich, Karl Heinz Krug aus Bad Homburg als Referent begrüßen zu dürfen. Foto: Schwarz-Cromm
Von Monika Schwarz-Cromm
Der einstige Bad Homburger OB-Kandidat Karl Heinz Krug schwor die Grävenwiesbacher Sozialdemokraten auf den Kommunalwahlkampf ein.
Grävenwiesbach. Zum Rückblick auf das vergangene Jahr trafen sich die Mitglieder der SPD am Freitagabend im Landgasthof «Zur Eisenbahn». Mit dabei war auch Karl Heinz Krug.
Der Diplom-Kaufmann und einstige Homburger Bürgermeisterkandidat richtete seinen Blick auf die Hochtaunus-SPD vor der Kommunalwahl. Denn die steht in einem Jahr, am 27. März, an.
Bevor Krug aber darauf einging, erwähnte er zunächst auf die Situation der SPD auf Bundesebene. «16 Jahre Kohl haben einen Reformstillstand hinterlassen», sagte er. Die SPD habe dann beim Regierungswechsel die Verantwortung für das Land übernommen und die Dinge angepackt. Wenn auch heute manches anders entschieden würde, gab er zu. Dann sei es zur Großen Koalition gekommen. «Das Einzige, was dabei passierte, war die SPD», resümierte er. Die jetzige Regierung bezeichnete er als «einen Verein von Egoisten».
Im Hochtaunuskreis habe sich die SPD momentan sehr gut positioniert, meinte Krug, der der Überzeugung ist, dass die Wähler sich neu orientieren werden. «Wenn die Bürger neue Köpfe suchen, bietet sich die SPD an», betonte er.
Kreis-Liste bis August
Und wie stellt sich die SPD nun für den Wahlkampf auf? Es sei keine Zeit zu verlieren, kam Krug gleich auf den Punkt. Ziel sei es, bis zu den Sommerferien Kandidaten aus den Ortsvereinen für die Kreis-Liste zu suchen, um eine schlagkräftige Mannschaft für den Kreistag zu finden. Seine Bitte ging daher auch an die Grävenwiesbacher Sozialdemokraten, starke Kandidaten zu benennen. Am 18. August werde der Kreisvorstand dann über die Listenvorschläge entscheiden und die Kandidaten im September vorstellen. «Themen für die inhaltliche Ausarbeitung haben wir ja genug», sagte Krug angesichts «eines Landrats, der sich ziemlich orientierungslos von einer Baustelle zur anderen bewegte». Eine der Großbaustellen seien die Schulen. «Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, um von den Schwächen der
Werner Knörr bezeichnete ihn als den großen Hoffnungsträger der SPD, und Rosi Gottschalk dankte ihm für seinen engagierten Beitrag während der Mitgliederversammlung.
Für die SPD-Wahlkonferenzen zur Kommunalwahl wurden Rosi Gottschalk, Hartwig Rose, Carmen Wilson, Bettina Heilmann, Gudrun Schirrmann und Rudolf Tillig gewählt. Die SPD Grävenwiesbach hat derzeit drei Delegierte, die restlichen drei sind also Ersatzdelegierte.
Vereinbart wurde noch, erneut das Thema Ganztagsschule für Grävenwiesbach aufzugreifen, die Eltern gezielt darüber zu informieren und den notwendigen Antrag auf den Weg zu bringen.