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SPD Grävenwiesbach.

PPR-Kreuzung und kein Ende :

Lokalpolitik

Schon im letzten Bundesverkehrswegeplan (2015) war der Ausbau der Bundesstraße 456 zwischen Wehrheim-Süd und AS Oberursel-Nord der A661 im vordringlichen Bedarf. Was eigentlich hieß, dass ausgebaut werden müsse aufgrund des sich weiter erhöhenden Verkehrsaufkommens.
Die politischen Verhältnisse und insbesondere der Umstand, dass ein großer Teil der auszubauenden Strecke auf Bad Homburger Gebiet verläuft - und insbesondere DIE GRÜNEN einem Ausbau vehement widersprachen - führte dazu, dass 2004 das Projekt zunächst für 10 Jahre "auf Eis" zu legen. Eine Bürgerinitiative in Dornholzhausen widersetzt sich jeglichen Ausbaubenühungen und skizziert eine "Stadtautobahn", die die Stadt Bad Homburg durchschneiden würde. Das Argument zählt offenbar, obwohl niemand sehen mag, dass der Hessenring als 4-spurige Straße weit mehr Bad Homburg durchtrennt. Teil einer irrationalen Debatte, die auch dirigistische Züge annimmt (Einkehr des Sozialismus in konservativ-bürgerlichen Kreisen), wenn man vernimmt, dass die Pendler bereits am "Wehrheimer Kreuz" umgelenkt werden sollen über das Köpperner Tal, um ab der Anschlussstelle Friedberg dann die ohnehin bereits in Stoßzeiten überlastete und staugefährdete A5 mitverstopfen zu helfen.
Nicht als Argument zählt offenbar auch, dass zigtausende Einpendler in Bad Homburg arbeiten (wer profitiert da?), eine Umlenkung so kaum greifen würde - erst recht nicht in der "Navi-Zeit", welche einem die lohnendsten Routen vorschlägt - was weiterhin die Saalburgchaussee bliebe.
Das Klein-Bonum Bad Homburgs, Dornholzhausen, widersetzt sich bislang erfolgreich allen stauverhindernden Ausbaubemühungen der B456 und insbesondere der PPR-Kreuzung.
Der gewünschten Luxuslösung eines knapp 1.000 Meter langen Tunnels hat erwartungsgemäß die Bundesregierung eine klare Absage erteilt - hinsichtlich der natürlich damit gewünschten Finanzierung durch den Bund (knapp 110 Mio. Euro). Eine kurze Tunnellösung will man nicht (aus taktischen Gründen?). Eine Kreisellösung hält man für dumm und nicht zielführend.
Derweil staut sich abends der Verkehr gen Norden oftmals von der PPR-Kreuzung bis in die Autobahnabfahrt Oberursel-Nord. An der Saalburg-Kuppe kommt der Verkehr aufgrund der Verengung auf eine Fahrspur ebenfalls zum Erliegen.
Zigtausende Pendler stehen almorgend- und abendlich im Stau. Und Bad Homburg möchte weiterhin Champagnerluft schnuppern - aber es sind meist nur unnötige Fahrzeugabgase...
Es liegt in der Verantwortung insbesondere der Bad Homburger Politiker (kommunal wie im Kreis), eine angemessene Lösung mitzuerarbeiten - nicht Wolkenkuckucksheime zu fordern mit dem Zwecke, diese angemessenen Lösungen auf Jahrzehnte zu verhindern.
Ein kompletter vierspuriger Ausbau der Saalburgchaussee ist möglicherweise gar nicht erforderlich. Aber es braucht eine Entschärfung der Situationen an der PPR-Kreuzung, der Saalburg-Kuppe (Aus-und Abfahrt Wehrheim-Süd) und einer Verbesserung des Abflusses von der A661 bis hin zur PPR-Kreuzung.
Vielleicht tur es da eine zusätzliche Spur Richtung Norden, ggf. kombiniert mit einer morgens und abends wechselnden 2-Spurigkeit der B456. In Hamburg funktioniert dieses System seit Jahzehnten bereits hervorragend - und unfallfrei...
Auch im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist das Projekt wiederum im vordringlichen Bedarf eingestuft.

 

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