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SPD Grävenwiesbach.

Elektrifizierung möglich 2029 :

Landkreis

Erstes Ergebnis unserer Bemühungen um den Erhalt und die Modernisierung der Taunusbahn:

Beschlussempfehlung Verbandsvorstand VHT:
„Die Geschäftsführung des VHT wird beauftragt, alle zur Umsetzung erforderlichen Schritte in die Wege zu leiten, damit das Projekt zeitnah umgesetzt werden kann. Zielsetzung ist, dass die S 5 mit dem Fahrplanwechsel 2019/20 nach Usingen fährt.

Die endgültige Beschlussfassung durch die Kreisgremien ist vor der Sommerpause herbeizuführen.“

Der Beschluss erfolgte mehrheitlich bei einer Gegenstimme der Gemeinde Glashütten!

Eine beschlossene Ergänzung des Beschlussvorschlages befasst sich mit den Kriterien und enthält bindende (?) Absichtserklärungen.

Ergänzung Beschlussvorschlag:

Die Verbandsversammlung möge beschließen:
Der Verbandsvorstand wird aufgefordert in Verhandlungen mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund die folgenden Punkte für die Bedienung auf der Taunusbahn im Schienenverkehr sicherzustellen:
1. Ein langfristiges Bekenntnis des RMV zur Taunusbahn, insbesondere für den Abschnitt Usingen – Brandoberndorf.
2. Eine Zusage für die Beibehaltung aller heute bestehenden Durchgängerzüge von und nach Frankfurt.
3. Die Gewährleistung eines barrierefreien, sicheren Umstiegs in Usingen von/zur S-Bahn Richtung Frankfurt nach der Einführung des neuen Betriebskonzeptes.
4. Zusage einer ernsthaften Prüfung einer Verlängerung der Elektrifizierung über Usingen hinaus in einem zweiten Schritt, sobald die Rahmenbedingungen dafür gegeben sind, z.B. im Zuge der Neuvergabe der S-Bahn-Leistungen im Jahr 2029. Hierbei soll der positive gesamtwirtschaftliche Nutzen des bereits untersuchten Gesamtstreckenabschnitts Friedrichsdorf – Grävenwiesbach Berücksichtigung finden.
5. Sicherung ausreichender Kapazitäten auf der Taunusbahn durch Optimierung des Betriebskonzeptes.
6. Bei der Planung der Elektrifizierung der Taunusbahn bis Usingen sollen durch die beteiligten Institutionen, wo dies möglich ist, die technischen Voraussetzungen für eine Fortführung der Elektrifizierung über Usingen hinaus berücksichtigt werden.
Darüber hinaus wird der VHT aufgefordert, die Gemeinden, die nicht direkt an der Taunusbahn liegen, durch den lokalen Busverkehr möglichst optimal an die Taunusbahn anzubinden.

Der Beschluss erfolgte EINSTIMMIG!

Die Elektrifizierung bis Grävenwiesbach zum Fahrplanwechsel 2019 wird als nicht umsetzbar bezeichnet, da Züge, die diese Strecke befahren könnten, nach Aussagen von Verantwortlichen nicht zeitnah beschafft werden könnten - zumindest aufgrund der geringen Stückzahl -  aber nicht zu einem vertretbaren Preis.

Ohne die Grävenwiesbacher SPD wäre es nicht zu diesen Veränderungen der Haltung der Verantwortlichen beim VHT (und so ist zu hoffen auch darüber hinaus - z.B. beim RMV) gekommen. Bereits beim ersten medialen Bekanntwerden haben wir in den ansonsten einstimmigen Jubelchor der Taunuspolitiker nicht einstimmen können. Denn wir wussten um die Gefahr des Abkoppelns des Hinterlandes, wenn es erst bis Usingen elektrisch geht. Am 27. November 2012 erschien unser Artikel im Usinger Anzeiger und schreckte offenbar die Kreispolitik auf.
Im internen Pressedienst des Hochtaunuskreises erschien ein "Interview" des VHT-Geschäftsführers mit dem UA - bereits Tage, bevor dieser auch dort abgedruckt wurde. Da mag sich jeder Denken, was er mag.
In einer Gemeindevertretersitzung am 28.11.2012 forderten wir bereits "breiteste Unterstützung" der Verantwortlichen für eine Elektrifizierung bis Brandoberndorf.
Ergebnis: Mehr als Beteuerungen, das sei wirtschaftlich nicht zu betreiben, ernteten wir nicht.
Jetzt steht zumindest ein mögliches Datum fest: 2029. Da kommt es zur Neuausschreibung der Strecke - und bis dann will man wohl mit anderen Verkehrsverbünden zusammen ausreichend Bedarf an anderen Zugmodellen haben, dass sie in größerer Stückzahl gebaut, so billig sind, dass man dann auch bis Grävenwiesbach elektrisch fahren kann.
Dann bin ich selbst 78 Jahre alt und werde das Angebot wohl kaum noch nutzen. Aber die Aussicht auf eine derartige Entwicklung könnte Grävenwiesbach insgesamt nützen und die (finanziellen) Probleme, die uns alsGemeindevertreter heute plagen, vielleicht verkleinern helfen.
Zu Möglichkeiten und Plänen dann mehr im Kommunalwahlkampf. Sicher!

 

 

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